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Barockes Devotionsschild


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Eine Station auf dem Lahn-Marmor-Weg (13):

Ein wenig versteckt ist es ja schon und man muss aufmerksam sein, um nicht daran vorbei zu laufen: Das Hausbild in der Zehntenstraße 19 zeigt ein Relief eines geflügelten Kopfputto aus schwarzem Marmor, vermutlich Kissel dunkel. Die Inschrift, datiert es auf 1770. Leider ist nichts Weiter zur Entstehungsgeschichte des Bildes bekannt.
Eine Legende besagt allerdings, dass es der Teufel war, der einen Villmarer dazu brachte, das Schild in Auftrag zu geben. Drei Männer hatten sich am Heiligen Abend zum Skatspielen zusammen gesetzt, als eine Karte unter den Tisch fiel. Einer der Männer wollte die Karte aufheben. Als er sich unter den Tisch bückte, erschien ihm der Teufel. Vor Schreck sprang der Ärmste aus dem Fenster – und stiftete das Marmorbild. Auch wenn wir diese Erzählung ins Reich der Phantasie verbannen müssen, jedenfalls solange wir keine schriftlichen Zeugnisse über den Vorfall haben, ist es doch eine schöne, vielleicht sogar glaubhafte Geschichte.