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Freiluftausstellung


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Eine Station auf dem Lahn-Marmor-Weg (9):

Schon bevor das räumliche Lahn-Marmor-Museum seine Türen öffnete, gab es in Villmar Steinmetz- Werkzeuge und Maschinen zu besichtigen!
1995, zwei Jahre vor Gründung des Lahn- Marmor-Museums also, errichtete der Verschönerungsverein Villmar am Lahnufer eine Ausstellung, die zu jeder Zeit und bei jeder Witterung zu sehen ist: die Freiluftausstellung.
Hierzu entstand eine aus Beton gegossene Vitrine, die oben mit Panzerglas abgedeckt ist. In dieser Vitrine sind zahlreiche Werkzeuge zu sehen. Hammer und Meißel – letzterer vom Steinmetz als Eisen bezeichnet. Dass es diese Eisen nicht nur in der einfachen Form gibt, wie sie jeder von uns aus dem Baumarkt kennt, kann man hier sehen. Die fachmännische Beschriftung hilft dabei. Aber auch für den Laien ungewöhnlichere Dinge wie Stockhämmer und Steinfeilen sind zu sehen. Von Steinmetzen zusammengetragen und eingerichtet, bietet die Vitrine auf engstem Raum einen vollständigen Überblick über die Werkzeuge des Steinmetzen. Darüber hinaus sind größere Maschinen zu sehen:
Eine Schleif- und Poliermaschine lässt erahnen, welche Kraft trotz der Technisierung noch nötig war und ist, um einer Steinplatte ihren Hochglanz beizubringen. „Eine Kreissäge!“, hört man oft, wenn man Besucher beobachtet, die die zweite große Maschine in Augenschein nehmen.
Die von Laien so genannte Maschine wird vom Fachmann als Fräse bezeichnet. Beachtenswert ist, wie beweglich ein Fräsentisch ist und es so erlaubt, Werkstücke in verschiedenen Winkeln unter dem Sägeblatt hindurch zu schieben. Der Tisch der ausgestellten Fräse ist aus Sicherheitsgrünen fixiert, es lohnt sich dennoch, ihn genau in Augenschein zu nehmen.
Gegenüber ist als weitere große Maschine das Modell einer Seilsäge aufgebaut. Originale Rollen und ein originales Seil deuten an, wie die Endlosseil-Konstruktion funktioniert, mit der bis heute in Werksteinbrüchen löcke gesägt werden