Das Lahn Marmor-Museum

Sonderausstellung "Lahnmarmor im Barock - Seine Pracht - Zeichen der Macht"
Das Lahn-Marmor-Museum in Villmar ergänzt seine Dauerausstellung in jedem Jahr mit einer neuen Sonderausstellung. Dieses Mal steht die Zeit des Barock im 17. und 18. Jahrhundert im Mittelpunkt.
Die Barockzeit war die erste Blütezeit des Lahnmarmors. Der prachtvolle Stein aus der Lahnregion erfüllte etwa ab dem Jahre 1600 die neuen Anforderungen der weltlichen und kirchlichen Fürsten und Landesherren an Denkmalgesteine für ihre Kirchen und Schlösser. Den neu entdeckten Marmor von der Lahn gab es in vielen Farbvariationen und Musterungen, überdies war er auf Hochglanz polierbar. In den ehemaligen Kurfürstentümern Trier, Mainz, Köln und der Pfalz findet sich eine große Zahl bedeutender Kunstwerke aus Lahnmarmor, besonders in den Domen von Trier und Mainz. Mit der Beendigung der alten Reichsordnung nach der französischen Revolution und den Napoleonischen Kriegen endete diese Hochphase der Lahnmarmorverwendung.
In der Ausstellung werden ausgewählte Werke gezeigt. Viele von ihnen entstanden im Auftrag der Fürsten. Sie beabsichtigten, mit der aufwändigen Ausstattung ihrer Gebäude den veränderten Geschmacksvorstellungen, die aus Italien und Frankreich kamen, gerecht zu werden und die konkurrierenden fürstlichen Nachbarn sowie die eigenen Untertanen zu beeindrucken. Neue Altäre, große Grabdenkmäler oder die Ausstattungen repräsentativer Bauten dienten diesem Zweck. Dabei wurde die eigene Macht als von Gott gegeben verstanden und dargestellt. Für die barocke Umgestaltung und Selbstdarstellung der Nassauischen Fürstentümer spielte der Lahnmarmor eine wichtige Rolle. Überall entstanden bemerkenswerte Werke aus dem heimischen Material. Auch die Auftraggeber, Architekten, Kunsthandwerker, beteiligte Bildhauer und die Steinmetze aus der Lahnregion werden vorgestellt.
Am Sonntag, dem 30. März 2025 wurde die Sonderausstellung mit einem Vortrag von Willi Wabel (Heidelberg) eröffnet. Er hat das Buch „Form Farbe Glanz – Lahnmarmor im Barock“ veröffentlicht und nahm die Besucherinnen und Besucher mit in eine Zeit der Repräsentation und der Prunkentfaltung. In seinem Vortrag wurden viele Beispiele der Marmorkunst der Barockzeit vorgestellt und in den historischen Zusammenhang gestellt.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Ein Kurfürst auf Zukunftskurs - Carl Theodor zum 300. Geburtstag
Die kleine, aber feine Ausstellung ist vom 6.12.2024 bis 25.5.2025 in der Schatzkammer des Museums Zeughaus, Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim zu sehen.
Die Reiss-Engelhorn-Museen feiern den 300. Geburtstag von Kurfürst Carl Theodor mit einer besonderen Ausstellung. Die Schau „Ein Kurfürst auf Zukunftskurs“ beleuchtet einige bisher wenig beachtete Facetten des Geburtstagskindes. Sie zeigt, wie überraschend innovativ der kultur- und wissenschaftsbegeisterte Regent war. In der kleinen, aber feinen Präsentation sind teils erstmals gezeigte Preziosen aus der Zeit Carl Theodors zu bewundern.
Das Lahn-Marmor-Museum hat für diese Ausstellung eine Musterplatte der Varietät Bongard beigesteuert, dem Material aus dem der nach dem II. Weltkrieg rekonstruierte Hochaltar der Mannheimer Jesuitenkirche gefertigt worden ist.
Begleitend zur Ausstellung hat Hiram Kümper das Buch "Carl Theodor - Ein Kurfürst in bewegten Zeiten" herausgegeben, in dem auch über "Ein vom Kurfürsten geschätzter Werkstein" berichtet wird. Rudolf Conrads und Willi Wabel beschreiben in ihrem Artikel Hintergründe zu und Arbeiten aus Lahnmarmor in den Kirchen und Schlössern des Kurfürsten Carl Theodor. In einem Vortrag am 20. März 2025 wird Rudolf Conrads in Mannheim das Thema vertiefen.
Mehr Informationen unter Ein Kurfürst auf Zukunftskurs - Carl Theodor zum 300. Geburtstag - Reiss-Engelhorn-Museen

Saisonbeginn!
Das Museum ist seit Samstag, 29. März 2025 wieder geöffnet.
Für die Anmeldung von Führungen nehmen Sie bitte Kontakt mit dem Museum über die Mailadresse
Die Lahntalbahn fährt wieder!
Die Strecke zwischen Gießen und Limburg wurde umfassend saniert, die Züge fahren wieder. Das Museum ist damit mit dem Auto, der Bahn, auf den Wander- und Radwegen und auf dem Wasser direkt erreichbar. Vom Bahnhof Villmar sind Sie in wenigen Schritten am Museum.
Winterpause und Überarbeitung der Internetseite
Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Internetseite,
das Lahn-Marmor-Museum ist zurzeit in der Winterpause und wird am Samstag, dem 23. März 2024 wiedereröffnet. Wir nutzen die Zeit, um unser Museum auf die neue Saison vorzubereiten. Hierzu gehört auch, dass wir unseren Internetauftritt aktualisieren. Wir bauen also um! Daher können die Internetseiten vorübergehend etwas unstrukturiert wirken. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Führungen und Vorträge sind auch in der Winterpause möglich. Interessenten mögen sich per Mail bei uns melden:
Vielen Dank!
Aus Villmar an der Lahn grüßt Sie Ihr
Lahn-Marmor-Museum
Virtuelle Rundgänge durch das Lahn-Marmor-Museum und Museen der Industriekultur-Mittelhessen
In Zusammenarbeit mit der Industriekultur-Mittelhessen entstand ein virtueller Rundgang durch das Lahn-Marmor-Museum. Schauen sie doch einfach mal rein.
Und wenn Sie weitere Museen der Industriekultur-Mittelhessen virtuell besuchen wollen, klicken Sie hier: Industriekultur-Mittelhessen.
Lahn-Marmor-Route und Lahn-Marmor-Weg
Eine digitale Begleitung für Wanderer und Radfahrer an Lahn und Kerkerbach:
Die Lahn-Marmor-Route von Wetzlar nach Balduinstein erschließt zum einen die landschaftlichen Reize an Lahn und Kerkerbach und zum anderen viele Stationen, die einen Bezug zum Lahnmarmor haben.
Die zahlreichen Stationen des Villmarer Lahn-Marmor-Weges vermitteln einen Einblick in die Entstehungsgeschichte, den Abbau, die Verarbeitung und die Ästhetik dieses außergewöhnlichen Werksteins.
Der UNICA-Bruch ist das Geotop des Monats Mai 2022 und kann nun auch digital in 3D besucht werden!
Geowissenschaftler der Universitäten Bonn und Aachen haben den UNICA-Bruch in Villmar dreidimensional vermessen. Hintergrund ist das 175-jährige Bestehen der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung (DGGV) im Jahr 2023. „Wir hatten die Idee, bedeutende Geotope Deutschlands dreidimensional zu dokumentieren, um auf diese Weise auf die geologische Vielfalt Deutschlands aufmerksam zu machen. Außerdem können wir damit auch zeigen, welche modernen Methoden heute in den Geowissenschaften zum Einsatz kommen“ erläutert Edouard Grigowski, der Spiritus Rector des Jubiläumsprojektes. Die DGGV ist eine der ältesten naturwissenschaftlichen Vereinigungen Europas. Das Jubiläum ist Anlass für das Projekt 30 Geotope³. www.digitalgeology.de
Schupbach entdeckt seine Marmorbrüche wieder
Über 400 Jahre wurde an der Lahn zwischen Wetzlar und Katzenelnbogen der farbige Lahnmarmor gewonnen. Ein Zentrum war die Region um Schupbach. Hier wurde der schöne Werkstein schon Ende des 16. Jahrhunderts abgebaut, bearbeitet, vor Ort verwendet und später auch in alle Welt exportiert. Der Marmor von der Lahn war für Schupbach eine lange Zeit der zentrale Wirtschaftsfaktor. Der Abbau wurde in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts eingestellt. Die Marmorbrüche gerieten in Vergessenheit und waren zeitweise nur noch Insidern bekannt.
Partnermuseen
MUSÈE DU MARBRE - RANCE/BELGIEN
Anlässlich des Lahn-Marmor-Tages am 27. Oktober 2019 erhielt unser Museum einen Überraschungsbesuch. Florence Peltier, Direktorin und Kuratorin des Marmormuseums in Rance/Belgien, besuchte zusammen mit ihrem Ehemann das Lahn-Marmor-Museum. Als Geschenk brachte uns der Gast belgischen Marmor aus der Region Rance mit.
Betriebs- und Vereinsausflüge
Für Vereine bietet sich ein Besuch im Museum im Rahmen von Vereinsausflügen an. Auch für Betriebsausflüge ist das Museum ein interessantes Ziel. Das Museum hält viele Überraschungen bereit. Wie kann es sein, dass vor 380 Mio. Jahren die Lahnregion am Äquator lag und dort Riffe in einem warmen Meer entstanden? Wann wurde der Lahnmarmor entdeckt? Wie lang wurde er abgebaut? Wo ist er überall verwendet worden?
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